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                             Es war ein Ritter einst geboren
                                Aus einer Sippe auserkoren
                             Er seinen angestammten Adel
                           Mit Sitten schmückte ohne Tadel
                           Was ihm auch seine Herren sagen

                           Was einer ihm auch aufgetragen
                           Sei’s, dass er rächend sie vertrat

                           Sei’s, dass er anderes für sie tat

                            Nichts davon schob er lange auf

                              Erledigte alles in eifrigem Lauf

                        Für diese Herren musste er sein Leben

                             Sehr häufig in den Tod begeben

                           Ob’s auf der Jagd, in Kriegsgefahr
                           Ob’s sonst bei einer Handlung war.
                            Graf Fritz Beck, Hauptmann zu Rothenburg
 
Als Aufgabe des Vogtes war es, alles am Laufen zu halten und an die Knechte und Mägde die täglichen Aufgaben zu verteilen. Ebenso die Arbeit derer zu kontrollieren. Seinem Willen, Launen und Abneigungen hat sich das Volk zu beugen. Was der Vogt sagt ist richtig, denn er ist das Recht!

Der Vogt war in der Regel von Adel also Ritter und steht ganz oben in der Herachie. In einem Lager, Burg oder Stadtburgen gibt es nur oben oder unten. Das niedrigste Ansehen haben die Mägde.

Doch selbst er hat sich an wichtige Verhaltensregeln zu halten. Bei Anweisungen immer konsequent sein und überlegen, selbst er muss zu seinen Handlungen stehen.

Er muss die Regeln seines Herren vertreten oder die Verordnungen der Stadt durchsetzen und auf den Märkten, bei Überschreitung einer Verordnung, diese anwenden.
                                        Konrad von Malse zu Unterkochen
Er ist mit 7 als Page nach Rothenburg gekommen und dient nun als Knappe unter dem Marktvogt. Leider wird ihm der zukünftige Weg sehr erschwert, denn er ist der 3. von 3 Söhnen und das 4. von 5 Kindern einer kleinen Familie niedrigen Adels. Noch dazu droht das Familienhaus und der Besitz an das Land Ellwangen verloren zu gehen.

Seine einzige Chance ist, nach dem Ritterschlag in Rothenburg als Kriegsknecht weiter zu arbeiten, sofern es Gott und der Marktvogt wollen.
Gabrielle de Bourbon, Gräfin von Montpensier und Clermont-en Auvergne
Bild folgt!
Die Gräfin Gabrielle de Bourbon ist die 1. von 2. Töchtern und das 3. von 4 Kindern von Louis I. de Bourbon, auch Ludwig der Gute genannt, der selbst der dritte und jüngste Sohn des Herzog Jeans I. de Bourbon und dessen Ehefrau Marie de Berry war.

Obwohl die Gräfin burgundischer Abstammung ist, ist sie die Geliebte des Grafen zu Rothenburg.